Eigene Forschung

Gerade junge gesellschaftliche Entwicklungen benötigen sozialwissenschaftliche Expertise um Abgrenzungen und Zusammenhänge über die aktuelle Situation, aber auch Tendenzen für die Zukunft einzuschätzen.

Der Themenkomplex rund um Praktika und den Berufseinstieg von JungakademikerInnen ist vergleichsweise zu anderen gesellschaftliche relvanten Phänomen wenig beforscht. In Österreich gab es bis 2006 keine einzige Studie, die sich mit der PraktikantInnen-Beschäftigung befasste.

Daher hat die Plattform, um die öffentliche Diskussion mit Zahlen und Fakten zu unterstützen, 2006 eine erste Online-Erhebung durchgeführt. Das Ergebnis, die Studie „Arbeit ohne Wert? Strukturmerkmale der PraktikantInnen-Beschäftigung im Hochschulkontext in Österreich“ erschien im Juli 2007.

Eine zweite Plattform Studie, die eine Stellenmarktanalyse von Praktika-Inseraten darstellt „PraktikantIn gesucht! Eine explorative Analyse des Praktika-Stellenmarktes in Österreich“ wurde im März 2009 fertiggestellt und im folgenden Sommer veröffentlicht.

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  • Plattform-Studie „PraktikantIn gesucht!“

Die Studie „PraktikantIn gesucht!“ erfasste die Inserate für Praktika im Mai 2008 in sieben Online-Jobbörsen in Österreich. Die AutorInnen Anna Schopf, Regina Gottwald, Benedict A. Raho und Paul Ringler untersuchten die Rahmenbedingungen von inserierten Praktika wie die Art des Vertragsverhältnisses, Tätigkeitsprofile, Anreize und Zielgruppen.

Wiewohl die Inserate nur Rückschlüsse auf das Angebot der Praktika ermöglichen und nicht auf die tatsächliche Ausgestaltung der Praktika zwischen dem Arbeitgeber und der bzw. dem PraktikantIn, lassen sich interessante Ergebnisse finden.

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Die wichtigsten Ergebnisse unserer aktuellsten Studie in Kurzform

  • Es bestehen unterschiedliche Bezeichnungen von Praktika, diese reichen von regulären Jobbezeichnungen, Traineeship, Volontariat bis zum Ehrenamt
  • Es finden sich verschiedenste Tätigkeitsprofile, den Großteil machen administrativ-organisatorische oder unterstützende Tätigkeiten aus
  • Das Angebot der Inserate konzentriert sich auf vier Berufsbereiche, nämlich Büro, Finanzwesen, Wirtschaft und Recht; Handel, Verkauf und Werbung; Gastronomie; EDV- und Telekommunikation
  • StudentInnen und AbsolventInnen sind die meist adressierten Zielgruppen, über die Hälfte der Inserate spricht Personen aus dem Hochschulkontext an
  • Unvollständige Angaben im Hinblick auf Arbeitsbedingungen sind die Regel, am häufigsten fehlt die Information über die Beschäftigungsart
  • Sprachkenntnisse und extrafunktionale Qualifikationen sind die am meist gestellten Anforderungen
  • Intrinsische Anreize, wie das Sammeln von Erfahrungen oder das Einbringen von eigenen Ideen, überwiegen in den erfassten Inseraten
  • Das Praktikum wird in den vorgefundenen Sprachbildern einerseits als Leistungsorientierung und andererseits als „Spaßfaktor“ charakterisiert

Die Studie gibts hier zum download:

Schopf-Gottwald-Raho-Ringler_PraktikantIn gesucht_Plattform Generation Praktikum_2009

Empfohlene Zitierweise:
Schopf, Anna, Regina Gottwald, Benedict A. Raho und Paul Ringler, 2009: PraktikantIn gesucht! Eine explorative Analyse des Praktika-Stellenmarktes in Österreich. Eine inhaltsanalytische Studie. Wien: Plattform Generation Praktikum.

Die Studie wurde mit den Mitteln des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung gefördert.

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  • Plattform – Studie „Arbeit ohne Wert?“

Das Interesse an den Ergebnissen ist groß. Wir möchten die aktuelle Diskussion mit der ersten Studie zur PraktikantInnen-Beschäftigung in Österreich unterstützen. Strukturmerkmale des PraktikantInnen-Arbeitsmarktes werden ebenso wie die Motivationslagen der PraktikantInnen beleuchtet.

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Die wichtigsten Ergebnisse unserer Studie in Kurzform

  • Frauen als Praktikantinnen: Frauen waren häufiger PraktikantInnen und machten auch insgesamt mehr Praktika. Ebenfalls existierten Unterschiede in der Entlohnung. Ein Drittel der Frauen absolvierte unbezahlte Praktika, währenddessen nur knapp ein Viertel der Männer unbezahlte Praktika absolvierte.
  • Einfluss der Fachrichtungen: PraktikantInnen kommen aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Es waren nicht nur Geistes- und KulturwissenschaftlerInnen, die Praktika absolvierten. Es fanden sich ebenso Sozial- und WirtschaftswissenschaftlerInnen und NaturwissenschaftlerInnen unter den Befragten.
  • Atypisch geprägte Praktika-Branchen: Praktika fanden verstärkt in Branchen mit hohem Anteil an atypischer Beschäftigung statt. Gerade unbezahlte Praktika ließen sich im Sozial- und Gesundheitswesen, im Medienbereich, im Kunstbereich, im Wissenschaftsbereich und im Non-Profit-Bereich finden.
  • Merkmale der erfassten Praktika: Ein Drittel der Praktika fand unentgeltlich statt. Der Anteil an unbezahlten Praktika pro Person nahm mit der Anzahl der Praktika leicht ab. Mehr als die Hälfte der Befragten arbeitete 31-40 Stunden/Woche. Die Bereitschaft zu Überstunden war sehr hoch. Jede/r Siebte machte Überstunden.
  • Arbeit ohne Wert(schätzung): Die Wertschätzung der Arbeit von PraktikantInnen drückt sich einerseits in der finanziellen Entlohnungder einzelnen Praktika aus, andererseits über den innerbetrieblichen Status der PraktikantInnen. ZweiDrittel aller PraktikantInnen waren der Meinung, dass sie dieselbe Arbeit leisteten wie ihreKollegInnen. Gerade HochschulabsolventInnen schätzten ihre Arbeitsleistung als vollwertig ein. Diese Gruppe fühlte sich zudem am häufigsten ausgenützt.
  • Unterstützung vorwiegend durch Eltern: Unbezahlt zu arbeiten bedeutet, das Geld für die Existenzsicherung nicht aus der Arbeit zu beziehen. Dabei wurden PraktikantInnen zu über 80% durch ihre Eltern unterstützt. Jede/r zweite PraktikantInbezog Unterstützung durch Beihilfen und griff auf Erspartes zurück. Jede/r Vierte war neben dem Praktikum erwerbstätig.
  • Unterschiedliche Motivationslagen: Motive für Praktika sind unterschiedlich beschaffen. Persönliche Motive, wie das persönlicheInteresse, die praktische Umsetzung von theoretischem Wissen und das Erlernen von neuem Wissen hatten bei einem ausbildungsbezogenen Praktikum für alle Befragtengruppen dieselbe große Relevanz. Auch zeigte sich, dass Pflichtpraktika für FH-StudentInnen und AbsolventInnen die Norm waren. Doch auch immer mehr UniversitätsstudentInnen und -absolventInnen absolvieren Pflichtpraktika. Ein Viertel dieser Gruppe gab an, dass das Pflichtpraktikum ein Motiv gewesen ist. Nach dem Studium spielte die Motivation eine Anstellung durch ein Praktikum zu finden eher eine Rolle, als während des Studiums.
  • Beschäftigungsverhältnisse sind oft nicht eindeutig geklärt: Die Unwissenheit über die Art des Beschäftigungsverhältnises während des letzten Praktikums macht den arbeitsrechtlichen Graubereich deutlich. Knapp ein Drittel konnte das Beschäftigungsverhältnis nicht nennen. Nur ein Viertel der Befragten war im letzten Praktikum angestellt.
  • Folgen von Praktika: Wer während seines letzten Praktikums regulär angestellt war, ist auch zum Zeitpunkt der Erhebung häufiger angestellt gewesen und zufriedener als die Gruppe jener, die im letzten Praktikum nichts verdiente und atypisch bzw. in keinem formalen Beschäftigungsverhältnis stand.
  • Das optimale ausbildungsbezogene Praktikum: Die Eigenschaften des „optimalen ausbildungsbezogenen Praktikums“ aus der Sicht der Befragten lassen sich durch drei Punkte zusammenfassen:

– Ausbildungsorientierung
– adäquate Einsatzgebiete
– soziale Absicherung

Zusätzlich legen PraktikantInnen Wert auf eine gute Betreuung durch die/den ArbeitgeberIn, sind aber durchaus mobil, wenn es um den Arbeitsort geht.

Der Stand der PraktikantIn ist nicht an eine bestimmte Ausbildungsphase oder Fachrichtung gebunden. Die große Bandbreite von jungen Menschen – von FachhochschulstudentInnen bis zu UniversitätsabsolventInnen – entscheiden sich für ein Praktikum. So verschiedene Gründe wie persönliches Interesse, die Suche nach Arbeit und das Curriculum sind mögliche Gründe ein Praktikum zu absolvieren. Aus verschiedenen Gründen wird dasselbe getan.

Auf der anderen Seite zeigt sich durch unsere Studie, dass sich hinter dem Überbegriff „Praktikum“ zum Teil sehr verschiedene Sachverhalte verstecken. Ein gesellschaftlich übergreifendes Verständnis des Begriffes existiert nicht: PraktikantInnen unterscheiden sich in ihren Erwartungen und Erfahrungen zur selben Sache, vom Schnupperjob bis hin zur freien Mitarbeit mit Anstellungsoption. Das ausbildungsbezogene Praktikum steht außerdem für eine große Spannweite im Bezug auf Bezahlung, Dauer, Tätigkeitsfelder und arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen.

An Rückmeldungen zu den Ergebnissen, sowie über die Studie selbst sind wir interessiert.

Interessierte können hier die Studie downloaden:

Schopf-Ringler_Arbeit ohne Wert_Plattform Generation Praktikum_2007.

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  • Gastbeitrag auf Science@orf

Im Rahmen des Ö1 Dossiers Arbeit erschien im April 2008 ein Gastbeitrag von Anna Schopf auf der ORF Wissenschafts-Site.

Der Artikel „JungakademikerInnen: Unentbehrlich aber un(ter)bezahlt“ beleuchtet die Hintergründe der Praktika Problematik und stellt die wesentlichen Ergebnisse der Plattform Studie vor.

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Hier geht es zum Gastbeitrag.

Der Beitrag zum Nachlesen:

„Generation Praktikum“ wächst weiter

Österreich folgt dem internationalen Trend: Immer mehr junge Menschen absolvieren Praktika. Bei Uni-Absolventen ist es mittlerweile die Hälfte, die versucht auf diese Weise im Berufsleben Tritt zu fassen. Die Probleme beschreibt die Soziologin Anna Schopf, Gründerin der „Plattform Generation Praktikum“, in einem Gastbeitrag: Nur eine Minderheit ist während eines Praktikums angestellt, gar ein Drittel arbeitet gänzlich unbezahlt.

Ausbildung und Berufserfahrung: Ein Wiederspruch?

Die vermehrt geforderte „Employability“ schafft die Grundlage dafür, dass die abgeschlossene Ausbildung alleine wenig zählt. Praxiserfahrung, die meist mit Berufserfahrung gleichgesetzt wird, gewinnt dagegen an Bedeutung.

Ohne Berufserfahrung ist es oftmals nur durch den „Türöffner“ Praktikum möglich, in bestimmte Branchen einzusteigen. Doch es zeigt sich, dass genau diese Praktika von PersonalistInnen später nicht immer als Berufserfahrung gewertet werden.

„Generation Praktikum“ in Österreich
Der realistische Blick auf dieses Phänomen wird wesentlich durch zwei Aspekte erschwert: die fehlende Datengrundlage und die in der Praxis oft unscharfe Verwendung des Begriffs „Praktikum“.

Die von der Plattform Generation Praktikum durchgeführte Studie „Arbeit ohne Wert?“ erforschte erstmalig die Strukturen der PraktikantInnenbeschäftigung in Österreich.

Sehr unterschiedliche Dienstverhältnisse

Die Ursache für die Problematik ist schnell gefunden: Ein Praktikum ist sowohl ein Ausbildungs- als auch ein Arbeitsverhältnis. In der Praxis wird dies unterschiedlich „interpretiert“, von regulären Dienstverhältnissen bis hin zu unbezahlter Schwarzarbeit.

Lediglich ein Viertel der Befragten gab an angestellt gewesen zu sein, ein weiteres Drittel konnte das Beschäftigungsverhältnis des letzten Praktikums gar nicht erst nennen. Theoretisch stellt ein Praktikum keine eigene Beschäftigungsform dar, sondern ist ein befristetes reguläres Dienstverhältnis.

Die Hälfte macht nach Uni-Abschluss ein Praktikum

Die Gruppe der PraktikantInnen ist sehr heterogen: Sowohl Studierende als auch HochschulabsolventInnen absolvieren während bzw. nach dem Studium (Pflicht-)Praktika. Bereits jede/r zweite/r AbsolventIn machte mindestens ein Praktikum nach dem Abschluss.

Je nach Gruppe unterschieden sich die Motive ein Praktikum zu machen und reichen von der Absolvierung des Pflichtpraktikums, über persönliches Interesse und Umsetzung von theoretischem Wissen bis hin zur Hoffnung dadurch eine Anstellung zu finden. Oftmals sind die Praktika nicht auf die jeweilige Gruppe zugeschnitten, Über bzw. Unterforderung sind die Folge.

Ein Drittel unbezahlt

Der Wirtschaftsfaktor „Praktikum“ wurde bislang noch wenig analysiert, denn oftmals setzen Unternehmen Praktika als Kosteneinsparung ein, wie die Studie zeigt: ein Drittel der Praktika fand unbezahlt statt. Das Gefühl ausgenutzt zu werden war gerade bei den HochschulabsolventInnen stark ausgeprägt.

Meist wird ein Einkommensverlust durch Praktika mit Hilfe der Eltern, Beihilfen oder von Ersparnissen ausgeglichen. So machen sich unbezahlte Praktika kurz- und mittelfristig beim fehlenden Anspruch auf Arbeitslosengeld und langfristig bei den fehlenden Versicherungszeiten in Hinblick auf die Pension bemerkbar.

Vor allem Frauen betroffen

Es zeigte sich, dass Frauen insgesamt mehr (unbezahlte) Praktika absolvierten als Männer. Hier wird bereits eine Basis für den späteren (oft atypischen) Berufsverlauf gelegt. Praktika in ihrer Funktion als berufliche Sozialisierung spielen auch in dieser Hinsicht eine wichtige Rolle.

Praktika fanden verstärkt in Branchen mit einem hohen Anteil an atypischer Beschäftigung statt, wie zum Beispiel der Medienbranche, dem Kunst- und Kulturbereich oder auch im Wissenschafts- und Non-Profit-Bereich.

Die Plattform Generation Praktikum

Die österreichische Plattform Generation Praktikum wurde 2006 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, Praktika-Bedingungen zu erforschen, öffentliches Bewusstsein für die Probleme von PraktikantInnen zu schaffen und gemeinsam mit Institutionen konstruktive Lösungen zu finden.

Die Plattform spricht sich vor allem für den Ausbildungscharakter von Praktika aus und fordert faire Bedingungen für jene, die während des Studiums (Pflicht-)Praktika absolvieren. Das bedeutet auch Universitäten und Fachhochschulen zur Verantwortung zu ziehen, Pflichtpraktika (nur) als reguläre Dienstverhältnisse zu akzeptieren. In einigen Kollektivverträgen werden Pflichtpraktika bereits geregelt.

Für AbsolventInnen fordert die Plattform Einsteigerjobs, die als solche sozialrechtlich abgesichert sind und den Übergang vom Ausbildungssystem in den Arbeitsmarkt erleichtern.

Die Plattform ist seit 2007 Mitglied des Netzwerks Generation P, derzeit läuft die Petition für faire Praktika, die auf europäischer Ebene ansetzt und die Erforschung der Problematik und die Schaffung von Mindeststandards einfordert.

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  • Was wissen wir über die Generation precaire?

Am 21. November 2007 fand in Brüssel die Konferenz des Netzwerks Generation P statt. Dort wurde auch der Stand der damaligen Forschung reflektiert.

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Hauptsächlich sind es Studien aus Deutschland die vorlagen.

Das Handout zum Vortrag von Anna Schopf “What do we know about the Generation precaire?” findet sich hier.

Das Handout zum Vortrag von Anna Schopf zum Nachlesen:

“What do we know about the Generation precaire?”

Anna Schopf, Generation P, Austria
Recommended citation: Schopf, Anna, 2007: “What do we know about the Generation precaire?” Handout at the Conference „Generation P – Internships. A Form of precarious employment in Europe”, 21th Nov. 2007. Brussels: Network Generation P.

Here is a short overview about the basic knowledge. The characteristics are according to the view of existing studies especially in Germany, the study of the Platform in Austria, and estimations in Italy and France.

Internships are an issue, because they are…
• a hybrid of employment AND education relationship at the same time
because of this fact they are
• often subject to questionable legal conditions and not officially registered
There can be assumed a high estimated number of unreported cases, because interns are often not registered and thus illegally employed. There is a lack of knowledge in the group of interns on the one side and a lack of regulations and public understanding on the other side. Also internships are differently formed in the Europe.
• often describing different forms of employment
the learning character is one of the basic aspects of internships, often internships are wrongly labelled, and describe other forms of employment, most of the time precarious work! So internships are very heterogeneous.
• a risk for job opportunities for young professionals
Several million internships in the European Union are estimated every year; in Germany and France there are approximately 1,5 millions internships, in Austria the number of obligated internships is increasing, the relation of voluntary internships to obligated internships is 40:60, in Germany more then every second student has done an internship in the last 12 months (Krawietz et al. 2006).
Internships can be described as a problem of transfer from education system to the labour market which is formed as a specific form of precarious employment (Mörchen 2006: 9).

Character of internships are the following…
• often unpaid or poorly paid
The representative HISBUS study shows that 68% of the students-internships are not paid (Krawietz et al. 2006:5) the Austrian study shows similar results, one third of all internships are not paid at all, only 15% of the interns got more than 700 euro per month (Schopf & Ringler 2007:23).
• last over months
It can be assumed that obligated internships last longer (up to one half year) than volunteer internships. Another study has analysed that the average duration of postgraduates internships is six months, half of them were not paid (Grühn & Hecht 2006)!

• often regular working time or more
This can be interpreted as a sign that internships are handled as regular jobs, studies illustrate the fact that this group of young professionals are highly motivated and are likely to do long hours (Schopf & Ringler 2007:26).
• different conditions and forms of employment (also depending if a collective contract is used) The Austrian study shows that the more the interns were regular employed during their internship the more they could stay afterwards and get a regular job in the organisation.
• are often not adequate linked to the study programme in question
A German representative study (HIS) reports that only half of the postgraduates had a education plan, and only every second education plan was realized (Briedis & Minks 2007: 5).
• mostly in trades with high amount of precarious work conditions
The representative HIS study shows that postgraduate internships are mainly done in following sectors: the service sector, the media trade, art and culture field, health sector (Briedis & Minks 2007: 9) The Platform Study supports this results, media, scientific field, social and health services, art, marketing and advertisement, non profit sector (Schopf & Ringler 2007:22).

Interns are a very heterogeneous group, because…
• students and postgraduates
Years ago postgraduates have not done internships, in the last years this has changed and was impulse for the establishment of the movements in Europe. Almost every second graduate does internships, one or even more after university (Grühn & Hecht 2006: 6)! Every second post graduate states that the internship has not helped to find a regular employment (Briedis & Minks 2007: 7).

• more women than men
According the Austrian Platform Study women do more internships and these ones are more poorly paid, than men do (Schopf & Ringler 2007) In Germany, where postgraduates internships were analysed, 44% of the women and only 23% of the men did internships after finishing university (Grühn & Hecht 2006). Another study (HIS Study) has similar results: 17% women and 11% men with university degree. So this topic has to be also considered as a gender-related problem!
• coming from different disciplines
Today, even technology disciplines have compulsory internships, and business postgraduates do internships. It depends on the situation of the labour market and also how many graduates are pushing forward. But a different concentration of interns can be found, e.g. in Austria the students and postgraduates of the disciplines, psychology, or communication science have a problem with internships and with accessing the labour market, but also economics and business students and postgraduates who are working in new fields like marketing, or public relations, or architecture graduates have problems to get employed.
• of all age
There is evidence that the age of interns is increasing, because more and more postgraduates do internships, especially in Italy, the age of interns is quite high. Almost 18% are older than 30 years.

• doing internships by different motivation (experience, obligatory, job engagement)
The Austrian study has analysed that the motivation lines are clearly different, either you do internships for experience, or because they are compulsory or to find a job. So we have three groups to consider that are in competition with each other. Doing internship because there are no other alternatives to start is correlated with the quality and access to social networks.
• mostly supported by their families and spend their savings to work for free
The Austrian study demonstrates that 80% of all interns were supported by their families, every second intern spent his savings (Schopf & Ringler 2007:24). There is little known who compensates the loss of income and social security. It can be assumed the nearest social area (friends and family) supports the system financially.

Based on this knowledge, there is…
• a lack of quantitative and qualitative data concerning internships
The studies are not easy to compare, because they take into account different groups, sometimes only students, only graduates or disciplines.
• a problem in defining a basic population, because there is high number of unreported cases
Because of the dark figure, many interns are unreported and research has no access to them, also the phenomenon is very dynamic.
• data and knowledge is not analysed in an integrated way
The current studies don’t take the focus of the chronology of internships, the changing of motivation, or alternatives to study the risk and consequences. There are no integrated studies so far, which consider hart and soft facts, or longitudinal studies, where careers can be analysed.
• a need to research the phenomenon
• a need for constructive discussion and action and this is a good link to the activities of the network Generation P!

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